Patientenrechte

Als Patient sollte man stets über seine Rechte informiert sein, um auf Augenhöhe mit seinen Ärzten kommunizieren zu können. Das heißt nicht, dass ihr Fachwissen besitzen solltet, aber es schadet nicht, gut informiert zu sein.

Hierzu könnt ihr euch auf derWebseite  www.patientenbeauftragter.de  ausführlichst informieren.

Eine gute Vorbereitung ist von großer Bedeutung, wenn es um die eigenen Rechte geht.

Gut geordnete Dokumente nehmen einem viel Arbeit ab und schaffen Klarheit.

Es lohnt sich einen Ordner mit den wichtigsten Unterlagen anzulegen und hierzu gehören folgende Dokumente:

 

  • Gesundheitskarte
  • Impfpass
  • Röntgenpass
  • Allergieausweis
  • Brillenpass
  • Krebsvorsorgepass
  • Bonusheft vom Zahnarzt
  • Organspendeausweis
  • Arztbriefe/Befunde
  • ambulante, stationäre Aufenthalte
  • Pflegeversicherung
  • Behindertenausweis
  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung

 

Natürlich soll diese Checkliste nicht bedeuten, dass ihr all diese Unterlagen besitzen müsst, aber falls vorhanden, solltet ihr sie in einem Ordner gut aufbewahren, denn wenn euch etwas zustößt, seid ihr so auf der sicheren Seite und habt es sofort Griff bereit oder ihr erleichtert Angehörigen so die Arbeit.

Ihr könnt euren Ordner in unterschiedlichen Kategorien aufteilen, wie zum Beispiel Versicherungen von Quittungen und Belegen trennen oder auch von Behandlungen trennen.

 

Was solltest du immer bei dir tragen?

  • Krankenkasse Karte
  • Behindertenausweis
  • Allergieausweis
  • Organspendeausweis
  • Patientenverfügung
  • Impfausweis

 

Ihr solltet bei Reisen darauf achten, die wichtigen Dokumente bei euch im Handgepäck zu tragen, um unnötige Vorfälle, wie Koffer Verlust, zu meiden.

Um euch gut abzusichern, solltet ihr über den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung nachdenken. Diese könnt ihr speziell für eure Reisen buchen oder auch jährlich abschließen.

Arzt- und Krankenhausrechnungen außerhalb der EU müssen privat finanziert werden, insofern kein Sozialversicherungsabkommen besteht.

Ihr könnt für Reisen in EU Länder bei eurer Krankenkasse einen Urlaubskrankenschein fordern. Dieser gewährleistet die kostenfreie medizinische Versorgung.

 

Medikamente auf Reisen

Innerhalb der EU könnt ihr problemlos Arzneimittel für euren eigenen Gebrauch mitführen, jedoch solltet ihr bedenken, dass diese höchsten für 3 Monate reichen sollte.

Für Länder außerhalb der EU solltet ihr deren Reisebestimmungen beachten.

 

Nicht nur Reisen sind zu bedenken, sondern auch Alltagssituationen!

 

Daher solltet ihr im Portmonnaie folgende Unterlagen parat haben:

 

  • Medizinische Besonderheiten auf einem Blatt vermerken (Medikamente, Allergien…etc.)
  • Telefonnummern wichtiger Angehöriger
  • Versicherungsunterlagen
  • Ausweis
  • Krankenkasse Karte
  • Impfausweiss
  • Organspendeausweis

 

Wie fordere ich medizinische Dokumente ein?

Patientenunterlagen müssen in der Regel 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Auch wenn eine Praxis aufgelöst wird, ist diese verpflichtet die Dokumente aufzuheben.

Daher könnt ihr euch alte Dokumente auf Postweg zukommen lassen. Die Kosten hierfür tragt ihr selber. In einem schriftlichen Schreiben an den Arzt oder das Krankenhaus könnt ihr die Unterlagen anfordern. Ihr seid so auf der sicheren Seite, da über Anrufe vieles in Vergessenheit geraten kann.

Die Originale dürft ihr nicht behalten, da diese dem Urheber gehören und dieser sie archivieren muss.

 

Patientenverfügung: Was ist das?!

Jeder von uns kann an eine schwere Krankheit erleiden oder einen Unfall haben, wo wir nicht mehr in der Lage sind etwas zu äußern.

In diesem Falle sorgt eine Patientenverfügung dafür, den Ärzten vorzugeben, was sie zu tun haben. Mit Hilfe der Patientienverfügung plant man vorausschauend seine medizinische Versorgung, das heißt, ich selber lege im Vorfeld fest, wie ich medizinisch versorgt werden möchte oder was ich eben nicht möchte.

In gesunden Zeiten möchte man nicht an seinen Tod denken, doch gerade bei klarem Bewusstsein ist es wichtig Entscheidendes zu klären.

 

Wie verfasse ich eine Patientenverfügung ?

 

  • Was ist wichtig für mich?
  • Möchte ich, dass mein Leben erhalten wird?
  • Möchte ich auf den Einsatz von lebenserhaltenden Maßnahmen verzichten?
  • Was soll getan werden, wenn ich Schmerzen habe?

 

Man sollte sich bewusst machen, dass man als gesunder Mensch ganz andere Vorstellungen haben kann, als man es als Kranker hat. Daher gilt es, sich Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, was man möchte oder nicht möchte.

 

Aufbau und Inhalt

 

  • Überschrift: Patientenvollmacht
  • Einleitung: Persönliche Angaben
  • Situationsbeschreibung: Beginn der Verfügung
  • Gewünschte bzw. abgelehnte ärztliche oder pflegerische Maßnahmen
  • Schlussbemerkung
  • Datum, Ort und Unterschrift

 

Eine Patientenverfügung ist in jedem Falle schriftlich niederzulegen! Um ausführlichst beraten zu werden, sollte man seinen Hausarzt oder einen Notar aufsuchen. Beim Notar des Vertrauens kann die Patientenverfügung hinterlegt und ins Zentrale Vorsorgeregister aufgenommen werden. Das zentrale Vorsorgeregister erreicht man unter der Rufnummer 0800/3550500 oder auch unter folgender E-Mail Adresse: info@vorsorgeregister.de

Natürlich kann man das ganze auch zu Hause aufbewahren, sollte aber Angehörige darüber informieren, wo man es aufbewahrt.

 

Bevollmächtigter/ gesetzlicher Vertreter

Von einem Tag auf den anderen kann es passieren, dass du dich nicht mehr selbst äußern kannst. Für solch einen Fall kannst du vorsorgen und einen Betreuungsbevollmächtigten bestimmen, der alles für dich regelt.

Kommt das ganze unerwartet und man hat diese Vorsorge nicht getroffen, so stellt das Gesetz einen gesetzlichen Vertreter.

So sollen deine Interessen gewahrt werden, auch wenn du sie selber nicht mehr vertreten kannst.

 

Wichtig:

Ehepartner oder Lebensgefährten dürfen nicht ohne weiteres vertreten. Dies muss in einer Vorsorgevollmacht schriftlich festgelegt werden, denn nur dann können Ehepartner oder Lebensgefährten ohne die Kontrolle des Gesetzes bestimmen.

Wenn sich Arzt und Bevollmächtigter wegen einer Entscheidung unsicher sind, so entscheidet das Gericht.

 

Ob du eine Patientenverfügung abschließen möchtest oder einen Bevollmächtigten wählen willst, das entscheidet jeder von uns alleine.

Es ist kein muss, aber es kann vieles erleichtern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Written by Arzu

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