Wie meistere ich das Zusammenleben mit einem erkrankten Lebenspartners/ erkrankten Freundes?

Eine Beziehung mit Erkrankung

 

Wie meistere ich das gemeinsame Zusammenleben erfolgreich?

 

Jede Beziehung fordert ihre eigenen persönlichen Herausforderungen, um sie nicht Hindernisse zu nennen.

Wir sollten uns alle stets um den Partner bemühen, ihn wertschätzen und nichts als selbstverständlich empfinden.

Bevor wir den Gegenüber wertschätzen können, müssen wir uns selber erst einmal wert schätzen lernen. Wenn du dich selbst liebst, liebst du auch andere.

Eine Beziehung mit Erkrankung ist grundsätzlich nicht kompliziert, sie bringt andere Herausforderungen mit sich, auf die man sich einstellen darf.

Die Erkrankung kann deine Pläne minimieren, das heißt, Pläne können schnell überworfen werden.

Du solltest es dem Erkrankten nicht übel nehmen, wenn dir kurzfristig abgesagt wird. Viele Krankheiten sind unberechenbar und man kann nicht vorhersehen, wann es einem schlecht geht oder wie es einem in der nächsten Minute gehen wird.

 

Wichtig: Wie gehst du mit solchen Situationen um?

 

  • Vorwürfe meiden!

Vorwürfe sorgen nur dafür, dass die Erkrankte Person sich nur noch schlechter fühlt und sich Schuldgefühle einredet.

 

  • Stimmungsschwankungen akzeptieren!

Erkrankungen können Stimmungsschwankungen erzeugen. Akzeptiere diese unterschiedlichen Gefühle. Schmerzen können dafür sorgen sich unwohl zu fühlen oder auch Ungerechtigkeit zu empfinden.

 

Wie bereits in Trauerphasen zu lesen war, durchlaufen mit Menschen mit Erkrankung unterschiedliche Trauerphasen. Diese Trauerphasen sind mit unterschiedlichen Stimmungen verbunden. Wenn du ein sensibler Mensch bist, versuche es nicht ernst zu nehmen und beziehe es nicht auf dich, denn der Mensch ist nicht die Krankheit.

 

Du solltest verstehen, wie es ist krank zu sein.

 

Solltest du damit nicht umzugehen wissen, frage was sich derjenige wünscht und was du für ihn tun kannst. Er kennt seinen Körper und seine Erkrankung am Besten.

 

Wichtig ist es, Menschen mit Einschränkungen nicht wie ein Baby zu behandeln.

 

Dies möchte ich am Beispiel Einkäufe erläutern:

  • Nicht die Einkaufstüten wegnehmen
  • Fragen, ob man helfen kann

 

Menschen mit Einschränkungen werden oft damit konfrontiert, ihr altes Leben nicht mehr so ausüben zu können, wie sie es einst gewohnt waren.

Das heißt zum Beispiel, dass sie eventuell schwere Einkaufstüten nicht mehr tragen können oder Treppen schwer steigen können.

Habe keine Angst zu fragen, was du tun kannst, wenn es ihm schlecht geht.

Ihr solltet gemeinsam daran arbeiten was man tun und lassen sollte.

 

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Betroffene können mit ihren Einschränkungen eine große Motivation für andere darstellen. Man fühlt sich verbunden und hat das Gefühl verstanden zu werden.

Menschen mit Einschränkung besitzen eine große Stärke an Kampfgeist. Sie blicken stets nach vorne und sind bemüht aus ihrer Lebenssituation das möglichst Beste heraus zu holen.

Mir persönlich fällt es oft schwer um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen, auch wenn ich mich darüber freuen kann, wenn mir geholfen wird. Auch hier ist es wieder wichtig einfach nachzufragen, wie man helfen kann. Ich ertappe mich selbst oft dabei, wie ich gerne sagen würde, ich brauche dein Hilfe, aber äußere es nicht. Manchmal darf man dem Betroffenen auch gerne mal von selbst etwas abnehmen und ihn unterstützen.

Viele Erkrankungen äußern sich mit Schüben, vor allem Autoimmunerkrankungen, wie ich sie habe. Diese Schübe können unerwartet auftreten. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, den Betroffenen sich einfach ausruhen zu lassen. Eine gute Portion Schlaf bewirkt oft Wunder.

Vielleicht hat der Betroffene in diesem Moment nicht die Energie zu reden, aufzustehen, aber deine Anwesenheit kann dafür sorgen, dass derjenige sich sicherer fühlt.

 

Zusammengefasst sind folgende Komponenten wichtig:

  • beobachte viel
  • sei ehrlich im Umgang mit dir selbst und dem Betroffenen
  • schütze dich selbst / achte auf dich selbst
  • meide Vorwürfe
  • Behandle den Betroffenen nicht wie ein Baby
  • besprechen was gut tun kann und was vermieden werden sollte

 

Bedenke:  „Der Betroffene ist NICHT die Krankheit !“ 

 

 

Written by Arzu

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